Hubertusschützen

Zu den Gründerzügen des Delrather Bürgerschützenvereins zählen die Hubertusschützen nicht. Selbst aus den 30er Jahren sind keine Formationen dieser Schützen in Delrath überliefert.
Eigentlich erstaunlich – sind die Hubertusschützen doch die Namensträger des Schutzpatrons des Delrather Bürgerschützenvereins – dem Heiligen Hubertus, dem Schutzheiligen der Jäger.
Hubertusschütze beinhaltet „Schütze“, abgeleitet von dem ursprünglichen Wort „der Schießende“. Im Gegensatz zu den militärischen Schützen ist beim Hubertusschützen eindeutig der Jäger gemeint, der von Anbeginn aus Lebensnotwendigkeit zur Jagd ging, um Wild zu erlegen.
Wenn wir einen Zeitbogen vom Ende des 7. Jahrhunderts, vom Zeitpunkt der Legende des St. Hubertus, bis zur Gegen­wart spannen, sind wir bei den Hubertus­schützen mit ihren, der Jägerei sehr nahen, grünen Uniformjacken, schwarzen Hosen und dem Jägerhut, angekommen.
1948 gründeten Männer von der ehemaligen Delrather Zinkhüttensiedlung einen Grenadierzug und wechselten einige Jahre später zu den „Hubertusschützen“ über. Sie erkannten bewusst oder auch unbewusst – das ist leider nicht mehr nachvollziehbar -, dass zum St. Hubertus Bürgerschützenverein Delrath auch ein Zug der Hubertusschützen gehört.
Und mit diesem „Zinkhötter Hubertuszug“ lebt auch ein beachtliches Stück Delrather Geschichte weiter. Von 1913 bis 1971 hat nämlich diese Zinkhütte der Stolberger Zink AG unser Dorf stark geprägt. Von dieser Zinkhütte und seiner angrenzenden Siedlung ist nur noch ein freies Gelände geblieben.
Ein kleiner Trost, dass es heute noch die Straßenbezeichnung „Zinkhüttenweg“ und einen Hubertus-Schützenzug mit dem Namen „Hubertuszug Zinkhütte“ gibt, die an diese Zeit bzw. an die Zinkhütten-Ära erinnern.